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Persönlich aus der Region Hildesheim
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Click and Collect für lokale Händler einrichten

Click and Collect für lokale Händler: online reservieren, im Laden abholen. Nutzen, technische Umsetzung und was Kunden am Abholmodell im Handel schätzen.

12 Min. Lesezeit OnlineshopEinzelhandelOmnichannelLocal

Immer mehr Menschen informieren sich online, bevor sie kaufen - und landen doch nicht zwangsläufig beim reinen Versandhändler. Genau hier setzt Click and Collect an: Der Kunde reserviert oder bestellt online, holt die Ware aber im Laden ab. Für lokale Händler in Hildesheim und der Region ist das die Brücke zwischen der eigenen Website und dem Ladengeschäft - sie holt online-informierte Kunden zurück in die Stadt, statt sie an anonyme Paketware zu verlieren. Der deutsche Onlinehandel wuchs 2024 wieder auf 88,8 Milliarden Euro (HDE), ein Plus von 3,8 Prozent (HDE) - und trotzdem macht der Onlinehandel nur 13,4 Prozent (HDE) des gesamten Einzelhandels aus. Der weitaus größte Teil des Umsatzes entsteht weiterhin stationär. Click and Collect verbindet beide Welten. Dieser Beitrag erklärt, warum sich das Modell für lokale Händler lohnt, was Kunden daran schätzen und wie die technische Umsetzung auf der eigenen Seite gelingt - von der Verfügbarkeitsanzeige über das Abholzeitfenster bis zur Benachrichtigung.

Click and Collect: online reservieren, im Laden abholen1. Online reservierenProdukt auf IhrerWebsite reservieren2. VerfügbarkeitBestand in Echtzeitin der Filiale sehen3. AbholzeitfensterZeitfenster wählen,vorab oder vor Ort zahlen4. Im Laden abholenWare abholen,oft Zusatzkauf vor Ort87,7 %der Omnichannel-Händler bietenClick and Collect an (EHI)54 %nutzen Click and Collect, umVersandkosten zu sparen (Statista)13,4 %Online-Anteil am Einzelhandel2024 - meist stationär (HDE)Online reservieren, im Laden abholen - mehr Frequenz und Zusatzverkäufe am POSVerfügbarkeit in Echtzeit · Abholzeitfenster · Zahlung vorab oder vor Ort · Benachrichtigung

Das Wichtigste in Kürze

  • Click and Collect verbindet Website und Ladengeschäft: online reservieren, im Laden abholen. So kommen online-informierte Kunden zurück in die Stadt statt zum reinen Versand.
  • Der Onlinehandel macht erst 13,4 Prozent des Einzelhandels aus (HDE) - der Großteil des Umsatzes bleibt stationär. Genau diese Verbindung spielt Click and Collect aus.
  • Für Händler bedeutet das Zusatzverkäufe im Laden, keinen Paketversand und mehr Frequenz am Point of Sale.
  • 87,7 Prozent der Omnichannel-Händler kommunizieren bereits ein Click-and-Collect-Angebot (EHI) - wer es nicht bietet, verschenkt einen erwarteten Service.
  • Die vier Bausteine der Umsetzung sind Verfügbarkeitsanzeige, Abholzeitfenster, Bezahlung vorab oder vor Ort und eine Benachrichtigung bei Abholbereitschaft.

Warum Click and Collect gerade jetzt zählt

Das Kaufverhalten hat sich verschoben, aber nicht so radikal, wie es oft klingt. Der Onlinehandel wächst wieder spürbar: 2024 stieg der Umsatz auf 88,8 Milliarden Euro (HDE), für 2025 rechnet der Handelsverband mit einem weiteren Plus von rund 4 Prozent (HDE). Zugleich entfällt auf den Onlinehandel nur ein Anteil von 13,4 Prozent (HDE) am gesamten Einzelhandel - fast neun von zehn Euro werden weiterhin im Laden ausgegeben. Die Wahrheit liegt also nicht im Entweder-oder, sondern im Zusammenspiel. Viele Menschen recherchieren online, vergleichen Preis und Verfügbarkeit und entscheiden sich dann bewusst für die Abholung vor Ort, weil sie die Ware sofort brauchen oder den Weg zum Paketdienst scheuen.

Für lokale Händler ist dieses Zusammenspiel eine Chance. Wer nur ein Schaufenster ohne Online-Anbindung hat, verliert den Kunden, der abends um zehn nach einem Produkt sucht. Wer dagegen einen reinen Versandshop betreibt, konkurriert mit großen Plattformen, auf die bereits mehr als die Hälfte des Online-Umsatzes entfällt (HDE). Click and Collect ist der dritte Weg: Er nutzt die Reichweite des Internets für die Anbahnung und die Stärke des Ladens für den Abschluss. Die Ware wird online reserviert, aber im Geschäft übergeben - mit allen Vorteilen des persönlichen Kontakts. Welche Shop-Modelle es sonst noch gibt, ordnet unser Beitrag dazu ein, wann sich ein Onlineshop für lokale Händler lohnt.

Was Click and Collect bedeutet

Click and Collect - zu Deutsch etwa online kaufen, im Laden abholen - beschreibt einen Kauf, bei dem der Kunde ein Produkt online reserviert oder bestellt und es anschließend selbst in der Filiale abholt. Bezahlt wird entweder vorab im Shop oder erst bei der Abholung an der Kasse. Für den Händler entfällt der Paketversand, für den Kunden die Wartezeit auf die Lieferung. Im Kern verbindet das Modell die Bequemlichkeit des Online-Kaufs mit der Sofortverfügbarkeit des stationären Handels.

Der Nutzen für lokale Händler

Der offensichtlichste Vorteil von Click and Collect ist der wegfallende Versand. Keine Kartons, keine Portokosten, keine Retourenpakete, die tagelang unterwegs sind. Doch der eigentliche Wert liegt tiefer: Jede Abholung bringt einen Menschen in Ihren Laden. Und wer erst einmal im Geschäft steht, kauft häufig mehr als das reservierte Produkt. Genau diese Zusatzverkäufe am Point of Sale sind für viele Händler der wirtschaftliche Kern des Modells. Dazu kommt die Frequenz: Jeder Abholtermin ist ein Kontaktpunkt, an dem Beratung, Empfehlung und Kundenbindung stattfinden können - etwas, das ein Paketband nicht leisten kann.

Zusatzverkäufe im Laden

Wer die Ware abholt, steht in Ihrem Geschäft und sieht das übrige Sortiment. Aus einem reservierten Artikel wird oft ein zweiter oder dritter Kauf - der klassische Impuls am Point of Sale.

Kein Versandaufwand

Keine Kartons, kein Porto, keine Paketretouren. Die Ware bleibt im Laden und wird dort übergeben. Das spart Verpackung, Zeit und die Kosten für Rücksendungen.

Mehr Frequenz am POS

Jede Abholung ist ein persönlicher Kontaktpunkt für Beratung und Empfehlung. So wird aus einer Online-Reservierung eine echte Kundenbeziehung statt einer anonymen Lieferung.

Hinzu kommt ein Vertrauensvorsprung, den reine Online-Händler erst mühsam aufbauen müssen. Als lokaler Händler haben Sie eine Adresse, ein Schaufenster und ein Gesicht. Der Kunde weiß, wo er im Zweifel klingeln kann. Diese Nähe senkt die Hemmschwelle, online zu reservieren, weil die Abholung im vertrauten Geschäft stattfindet. Der Aufwand hält sich dabei in Grenzen: Ein Logistikzentrum brauchen Sie nicht, denn Ihr Lager ist der Laden. Wie Sie diese Nähe auch in der Google-Suche sichtbar machen, zeigt unser Beitrag zur lokalen Sichtbarkeit in Hildesheim.

Die vier Bausteine der technischen Umsetzung

Damit Click and Collect funktioniert, müssen vier Bausteine ineinandergreifen. Sie lassen sich Schritt für Schritt umsetzen und wachsen mit Ihrem Betrieb. Wichtig ist, dass sie sauber in Ihre Website integriert sind, statt über ein fremdes Portal zu laufen - so bleibt das Erscheinungsbild durchgängig Ihres und die Daten bleiben bei Ihnen.

Der erste Baustein ist die Verfügbarkeitsanzeige. Der Kunde muss vor der Reservierung sehen, ob ein Produkt in Ihrer Filiale vorrätig ist - idealerweise in Echtzeit. Wenig frustriert so sehr wie eine Reservierung für einen Artikel, der dann doch nicht da ist. Dass dieser Baustein zum Standard wird, zeigen die Zahlen: Rund 53 Prozent (EHI) der Onlineshops mit Ladengeschäft zeigen bereits den Filialbestand an. Eine ehrliche, aktuelle Anzeige schafft Vertrauen und verhindert enttäuschte Kunden an der Ladentür.

Der zweite Baustein ist das Abholzeitfenster. Der Kunde sollte wissen, ab wann und bis wann er die Ware abholen kann, und im besten Fall selbst ein Zeitfenster wählen. Das gibt ihm Planungssicherheit und Ihnen die Möglichkeit, die Abholung in Ihren Tagesablauf einzutakten. Gerade bei Waren, die erst kommissioniert werden müssen, ist ein realistisches Zeitfenster hilfreicher als ein leeres Sofort-Versprechen.

Der dritte Baustein ist die Bezahlung. Hier gibt es zwei Wege: die Zahlung vorab im Onlineshop oder die Zahlung erst bei der Abholung im Laden. Beide sind verbreitet - Click and Collect mit Online-Zahlung bieten rund 60,8 Prozent (EHI) der Anbieter, die Zahlung vor Ort etwa 48,8 Prozent (EHI). Die Vorab-Zahlung macht die Reservierung verbindlicher und senkt die Zahl der Nicht-Abholer, die Zahlung vor Ort senkt dagegen die Hürde für den ersten Schritt. Welcher Weg besser passt, hängt von Ihrem Sortiment und Ihrer Kundschaft ab.

Der vierte Baustein ist die Benachrichtigung. Sobald die Ware abholbereit ist, sollte der Kunde eine klare Nachricht per E-Mail erhalten - mit Abholort, Öffnungszeiten und Reservierungsnummer. Diese Benachrichtigung ist der Moment, in dem aus einer Online-Reservierung ein realer Ladenbesuch wird. Eine freundliche, gut lesbare Nachricht, die auch auf dem Smartphone funktioniert, macht den Unterschied. Denn rund zwei Drittel, konkret 66 Prozent (HDE) der Online-Umsätze, entstehen inzwischen über mobile Geräte.

AspektBezahlung vorab onlineBezahlung vor Ort
VerbindlichkeitReservierung ist bezahlt und festReservierung ohne Zahlung, unverbindlicher
Nicht-AbholerSeltener, da bereits bezahltHäufiger, Ware bleibt liegen
EinstiegshürdeEtwas höher, Konto oder Zahlung nötigNiedrig, erst im Laden zahlen
ZusatzverkaufMöglich, aber Zahlung schon erfolgtNaheliegend, die Kasse wird ohnehin genutzt
Passt fürHöherpreisige, planbare WareAlltagskäufe und spontane Abholung

Ihr Laden ist Ihr Lager

Der große Vorteil gegenüber dem reinen Versandhandel: Sie brauchen kein zusätzliches Logistikzentrum. Die Ware liegt bereits in Ihrem Geschäft, die Abholung nutzt Ihre bestehenden Öffnungszeiten und Ihr Personal. Click and Collect verlangt keine neue Infrastruktur, sondern verbindet klug, was Sie ohnehin haben: eine Website und ein Ladengeschäft.

Was Kunden an Click and Collect schätzen

Ein Modell setzt sich nur durch, wenn es den Kunden echten Nutzen bringt. Bei Click and Collect ist der wichtigste Grund handfest: 54 Prozent (Statista) der Nutzer schätzen es, Versandkosten zu sparen. Wer die Ware selbst abholt, zahlt kein Porto - ein Argument, das gerade bei kleineren Bestellwerten zählt. An zweiter Stelle steht die Unterstützung des lokalen Handels: Rund 48 Prozent (Statista) nennen genau das als Grund, ebenso viele die Flexibilität, die Ware dann abzuholen, wann es in den eigenen Tag passt. Der Kunde entscheidet selbst über den Zeitpunkt, statt auf ein Lieferfenster zu warten.

Weitere Gründe runden das Bild ab und zeigen, wie eng Online- und Ladenwelt hier verschmelzen. Jeweils rund 34 Prozent (Statista) der Nutzer schätzen es, die Abholung mit weiteren Einkäufen im Laden zu verbinden oder Online-Käufe unkompliziert in der Filiale zurückzugeben. Genau dieser letzte Punkt, die einfache Rückgabe vor Ort, ist ein weiterer Omnichannel-Service, den knapp 45 Prozent (EHI) der Onlineshops mit Ladengeschäft bereits anbieten. Für den Kunden verschwindet damit die Grenze zwischen online und offline - er nutzt einfach den bequemsten Weg.

  • Versandkosten sparen, weil die Ware selbst abgeholt wird
  • Keine Wartezeit auf die Lieferung, die Ware ist sofort verfügbar
  • Selbst bestimmen, wann die Abholung in den eigenen Tag passt
  • Persönliche Beratung und Nachfragen direkt bei der Abholung
  • Online-Käufe unkompliziert im Laden zurückgeben oder umtauschen
  • Den lokalen Handel bewusst unterstützen statt anonym zu bestellen

Click and Collect gewinnt nicht den Preiskampf gegen große Plattformen - es gewinnt die Menschen zurück, die ihr Produkt heute noch in der Hand halten und ihren Händler vor Ort kennen wollen.

Internetagentur Hildesheim

Sichtbarkeit: damit die Abholung gefunden wird

Ein Click-and-Collect-Angebot wirkt nur, wenn Menschen es finden. Viele suchen nicht zuerst auf Ihrer Website, sondern bei Google - oft mit lokalem Bezug und dem Zusatz in der Nähe. Genau dann sollte sichtbar sein, dass Ihr Produkt vorrätig ist und abgeholt werden kann. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten, Adresse und dem Hinweis auf Abholung verkürzt den Weg vom Suchergebnis zur Reservierung. Und eine saubere Produktseite mit klaren Beschreibungen sorgt dafür, dass Ihr Sortiment bei passenden Suchen überhaupt erscheint.

Damit die Reservierung nicht am letzten Schritt scheitert, muss die Seite schnell laden und mobil einwandfrei funktionieren. Ein Abholvorgang, der auf dem Smartphone hakt, verliert genau dort Kunden - und wie stark die Ladezeit der Website darüber entscheidet, wird oft unterschätzt. Ebenso wichtig ist, dass der Weg von der ersten Anfrage bis zur Reservierung durchdacht ist. Wie lokale Betriebe aus Besuchern zahlende Kunden machen, vertieft unser Beitrag dazu, wie Sie mehr Anfragen über die Website gewinnen.

Vom Konzept zur Umsetzung im eigenen Shop

Wir setzen Click and Collect als Teil eines eigenen Onlineshops für lokale Händler um, der fest in Ihre Website integriert ist. Der gesamte Vorgang - Produktauswahl, Verfügbarkeit, Zeitfenster, Bezahlung und Benachrichtigung - bleibt auf Ihrer Domain und in Ihrem Erscheinungsbild, statt auf ein fremdes Portal auszuweichen. So behalten Sie die Hoheit über Ihre Produkt- und Kundendaten und bleiben unabhängig von den Regeln und Gebühren fremder Plattformen. Der Kunde wiederum bleibt im vertrauten Umfeld und erlebt einen durchgängigen Ablauf von der Reservierung bis zur Abholung.

Der Weg dorthin muss nicht groß sein. Oft ist es klüger, mit einem Teilsortiment zu starten - etwa den Produkten, nach denen ohnehin am häufigsten gefragt wird - die Abläufe einzuspielen und dann auszubauen. So sammeln Sie Erfahrung, ohne sich zu übernehmen. Damit der Shop dauerhaft verlässlich und sicher bleibt, gehört auch die laufende Wartung und Sicherheit dazu. Wer parallel überlegt, ob eine fertige Baukastenlösung oder eine individuelle Umsetzung besser passt, findet Orientierung in unserem Beitrag dazu, ob Homepage-Baukasten oder Agentur die richtige Wahl ist. Und wer die Abholbenachrichtigungen professionell versenden will, sollte auf eine professionelle E-Mail mit eigener Domain setzen.

Ob Click and Collect für Ihr Sortiment und Ihren Betrieb passt, lässt sich in einem persönlichen Gespräch schnell klären. Wir schauen uns Ihre Abläufe an und setzen die Abholfunktion so um, dass sie zu Ihrem Laden passt - ohne überdimensionierte Lösung, dafür mit Blick auf Frequenz, Zusatzverkäufe und einen reibungslosen Ablauf.

Quellen und Studien

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Handelsverband Deutschland HDE (Online-Monitor 2025: Online-Umsatz, Wachstum, Online-Anteil am Einzelhandel, Marktplatzanteil und mobiler Umsatzanteil), EHI Retail Institute (Verbreitung von Click and Collect, Verfügbarkeitsanzeige, Instore-Return und Zahlungsvarianten im Omnichannel-Handel) sowie Statista (Nutzungsgründe für Click and Collect in Deutschland). Die genannten Werte sind Durchschnitte und können je nach Branche, Sortiment und Region variieren; mit (Projekterfahrung) markierte Angaben beruhen auf eigenen Projekten und stellen keine zugesicherten Ergebnisse dar.